Von maßgeschneiderten Schwerlastregalen, über Kipper, Treppensteiger und anderen Handlingsystemen bis hin zu Behältern wurde alles aus einer Hand geliefert. Bis dahin war es ein langer Weg.
Orientierung Richtung Logistik
Während des Krieges lieferte der Firmengründer zunächst Rettungsmittel, um Verschüttete zu befreien. Nach Ende des Krieges begann er dann in einer kleinen Werkstatt, alte Stahlfeilen zu schärfen. „Erst später orientierte sich Karl Bartels Richtung Logistik“, berichtet Sebastian Krayenborg, seit 2013 Geschäftsführer der GmbH. „In der Nachkriegszeit entwickelte er das patentierte Transportsystem der Hebelroller und Rollplattformen, das seit 1948 produziert wird und bis heute zum Bartels-Sortiment gehört.“
Schnell entwickelte sich das System zum Erfolg. Der Unternehmer konzentrierte sich nun voll und ganz auf die Produktion innerbetrieblicher Transportgeräte und ließ eine Umbenennung des Firmennamens in „Karl H. Bartels Transportgeräte- und Behälterbau“ im Handelsregister vornehmen.
Schwerlastregale als Standbein
Ab 1952 wurden außerdem zusammenlegbare Behälter mit einem Kubikmeter Inhalt und einer Tonne Tragkraft produziert. 1962 führte Bartels das Kragarmregal in Deutschland ein, 1981 folgte das Roll-Aus-Regal – ein Klassiker im Bartels-Sortiment. Maßgeschneiderte Schwerlastregale sind seit Jahrzehnten Bartels‘ Aushängeschild und gleichzeitig wichtigstes Standbein des Unternehmens. Jedes Regal wird individuell für den jeweiligen Kunden gefertigt und an dessen Bedürfnisse angepasst. „Unser Roll-Aus-Regal haben wir schon in 3 oder 12 Metern Länge gebaut, aber auch schon für 70 Meter langes Gut mit einer Gesamttraglast von 96 Tonnen“, so Sebastian Krayenborg.
Bei Bedarf werden die Regalsysteme weiterentwickelt. Bartels-Regale stehen an Produktionsstraßen, aber auch in Materiallagern und bei Logistik-Unternehmen. „Die Regale werden in unserem Horster Büro konstruiert, nebenan in der Produktionshalle geschweißt, lackiert und aufgebaut und einen Tag später bereits zum Kunden transportiert.“
Sortimentserweiterung
Neben den Regalen „Made by Bartels“ bilden Treppensteiger und andere Handlingsysteme ein weiteres wichtiges Standbein des Familienunternehmens. Bereits seit 1967 geht Bartels hierfür Vertriebspartnerschaften mit Unternehmen aus aller Welt ein, schaut sich ständig international nach den besten Produkten um. Ein Verdienst von Karl Bartels‘ Sohn Bernd, der 1959 in die Firma eintrat und die Geschäftsführung einige Jahre später übernahm. Er sorgte für eine erhebliche Sortimentserweiterung, indem er international nach innovativen Produkten suchte.
45 Länder bereiste der kürzlich verstorbene Seniorchef in seiner Zeit als Geschäftsführer. Dabei führten ihn auch zahlreiche Reisen nach Japan, wo er die ersten Treppensteiger zum Warentransport und später Treppensteiger für Rollstuhlfahrer aufspürte und exklusive Vertriebspartnerschaften akquirierte.