Einfache Bedienung
An diesem Tag wird der Tower von einer jungen Mitarbeiterin bedient, die innerhalb weniger Minuten eingewiesen ist. #DieEnergiewendeMoeglichmacher steht auf ihrem T-Shirt. Am Display kann sie entweder die Artikelnummer der benötigten Kupferschiene oder die Nummer der entsprechenden Schublade eingeben. Schon setzt sich diese in Bewegung und befördert das benötigte Lagergut zur einfachen Entnahme herunter. Betritt die Mitarbeiterin hierzu den Sicherheitsbereich der Anlage, kommt diese sofort zum Stillstand. Lichtschranken registrieren jeden Zutritt, eine Leuchte am oberen Ende des Sicherheitszauns wechselt ihr Licht von grün auf rot. Erst nachdem die Mitarbeiterin den Sicherheitsbereich wieder verlassen hat, kann sie die Sperre am Display wieder aufheben, um die Kassette per Fingerdruck zurück ins Regal fahren zu lassen.
Automatisierung vereinfacht Arbeitsabläufe
Bereichsleiter Bockhorst ist zufrieden: „Der Tower funktioniert einwandfrei und störungsfrei.“ Vor allem aber haben die Investition sowie weitere Anschaffungen die Produktionsabläufe erheblich verbessert. Das Personal wir nicht nur geschont und lässt sich deutlich effizienter einsetzen, die Arbeitsprozesse sind durch die Automatisierung auch so selbsterklärend, dass sie quasi von jedem ausgeführt werden können. „Das System ist leicht zu bedienen und bedarf nur einer kurzen Einarbeitung.“
Prozesssicherheit und Arbeitssicherheit erhöht
Das computerbasierte Produktionssystem liefert der an der Station arbeitenden Person zudem stets genaue Instruktionen, so dass höchste Prozesssicherheit erreicht wird. „Die Gefahr, dass damit ein falsches Werkstück verbaut wird, ist somit gleich null“, ergänzt Marketingleiter Jörg Schneider.
Auch die Arbeitssicherheit konnte mit der Einführung des Towers als Lagerlösung deutlich erhöht werden. Potenzielle Arbeitsunfälle sind aufgrund der verschiedenen Sicherheitsfeatures sowie der ergonomischen Entnahme des Lagerguts ausgeschlossen.
Neben der Regal-Lösung von Bartels zog im September eine neue CNC-Anlage in die Halle ein, ergänzt um weitere hochmoderne Maschinen, an denen die Kupferschienen gestanzt, abgelängt und gebogen werden. Anhand der in das Material gefrästen Artikelnummern gelangt jedes Teil in der Konstruktionsstraße an seinen Bestimmungsort. Einen Raum weiter werden sie von Fachkräften mit routinierten Griffen montiert. Marketingleiter Jörg Schneider zeigt eine fertiggestellte Niederspannungsverteilung, in dem die Kupferschienen hinter der Vielzahl weiterer Bauteile beinahe verschwinden. „Heute sind die Niederspannungsverteilungen mit modernster Sensorik ausgestattet und voll digitalisiert.“
Weiter geht es über den Betriebshof, vorbei an einer weiteren Fertigungshalle, wo die Betonelemente für die Stationen gegossen und weiterverarbeitet werden. Per Schwerlaststapler befördert ein Mitarbeiter die Transformatorenstationen in die nächste Halle, wo der Einbau der fertigen Niederspannungsverteilungen erfolgt. „Wir fertigen sowohl die Großserie als auch kundenindividuell“, erläutert Schneider. Zu 80 Prozent beliefere das Unternehmen dabei den deutschen Markt, der Rest gehe in den europäischen Export.
Individuelle Lösung für modernste Transformatoren-Stationen
Verständlich, dass es bei so viel Variabilität auch einer individuellen Lagerlösung bedurfte. Hier wiederum ist Bartels deutscher Marktführer, passt jede Lager-Lösung den Bedürfnissen des jeweiligen Unternehmens an und hat aufgrund entsprechender Anfragen den Schritt in die Automatisierung gewagt. Mit dem Tower bei GRÄPER wurde nach einer intensiven Entwicklungsphase nun erstmals ein Exemplar an einen Kunden ausgeliefert.
Produktionsprozesse beschleunigt
Produktionsprozesse werden damit beschleunigt und zugunsten hoher Prozesssicherheit und Fertigungsqualität standardisiert. GRÄPER kann so die Trafo-Stationen fast wie am laufenden Band liefern. Draußen auf dem Werksgelände, in der Nähe des Pförtnerhäuschens, stehen schon einige von ihnen für die nächste Auslieferung bereit.